Die Mehrheit der Unternehmen nutzt KI inzwischen, laut Bitkom 57 % der Unternehmen ab 20 Beschäftigten. Ob KI im eigenen Haus ankommt, ist damit keine Frage mehr. Offen ist, ob sie geplant ankommt oder ungeplant, über private Konten und kostenlose Apps.
Für die Geschäftsführung heißt das zweierlei. Sie kann KI für die eigene Arbeit nutzen und gewinnt Zeit für das, was nur sie tun kann. Und sie muss den Rahmen setzen, in dem alle anderen KI nutzen.
Wofür KI im Bereich Geschäftsführung heute taugt
Entscheidungsvorlagen in einem Bruchteil der Zeit
Die KI fasst Berichte, Angebote und Studien zusammen, stellt Optionen mit Vor- und Nachteilen gegenüber und nennt, was noch fehlt. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen, die Vorarbeit schrumpft.
Aufwand: geringWerkzeuge: ChatGPT, Claude, Copilot
Markt und Wettbewerb im Blick
Ein Recherche-Agent beobachtet Websites, Pressemitteilungen und Ausschreibungen Ihrer Branche und liefert jeden Montag eine Seite mit dem, was sich geändert hat.
Aufwand: mittel, einmal einrichten
Zahlen lesen, ohne Excel-Profi zu sein
Sie laden eine Auswertung hoch und fragen in normaler Sprache: Welche Kunden sind im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen? Die KI rechnet, zeigt den Weg und erstellt eine Grafik.
Aufwand: gering
Positionierung und Zukunftsbild schärfen
Als Sparringspartner stellt die KI unbequeme Fragen zu Geschäftsmodell, Preisen und Zielgruppen, spielt Szenarien durch und widerspricht, wenn man sie dazu auffordert.
Aufwand: gering
Unternehmenswissen zugänglich machen
Eine KI, die auf Handbücher, Verträge und Protokolle zugreifen darf, beantwortet Fragen, für die sonst eine Person angerufen werden muss. Das entlastet die Schlüsselpersonen im Unternehmen.
Aufwand: mittel bis hoch
Worauf Sie achten müssen
- Die Verantwortung bleibt oben. Unzureichende Regeln oder fehlende Schulung können als Organisationsverschulden gelten. Wer KI zulässt, sollte auch festlegen, wie.
- Keine vertraulichen Zahlen in kostenlose Werkzeuge. Bilanzen, Gehälter und Strategiepapiere nur in Tarifen mit Auftragsverarbeitungsvertrag.
- KI widerspricht ungern. Sprachmodelle neigen dazu, der Meinung des Fragenden zuzustimmen. Fordern Sie ausdrücklich Gegenargumente an.
- Das Team liest mit. Wie die Geschäftsführung über KI spricht, entscheidet darüber, ob das Team Chance oder Bedrohung hört.
Ein guter erster Schritt
Nehmen Sie sich eine Entscheidung vor, die in den nächsten Wochen ansteht, und lassen Sie die KI eine Vorlage dazu erstellen: Ausgangslage, drei Optionen, Risiken, offene Fragen. Danach wissen Sie, was das Werkzeug kann, und können mitreden, wenn es um die Einführung im ganzen Unternehmen geht. Der Fahrplan in sechs Schritten zeigt, wie es danach weitergeht.
Häufige Fragen
Muss sich die Geschäftsführung selbst mit KI auskennen?
Sie muss nicht programmieren können, aber verstehen, was KI kann, wo sie irrt und welche Pflichten entstehen. Wer selbst damit gearbeitet hat, trifft bessere Entscheidungen und wird im Team ernster genommen.
Braucht unser Unternehmen eine KI-Strategie?
Ein dickes Dokument braucht es nicht. Eine Seite reicht: Wofür wollen wir KI nutzen, wofür nicht, welche Werkzeuge sind erlaubt, wer ist zuständig, und welche drei Anwendungsfälle gehen wir zuerst an.
