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Abteilung Einkauf und Logistik

KI in Einkauf und Logistik: wo sie heute schon mitrechnet

Einkauf und Logistik leben von Daten, die meist schon vorhanden sind: Bestellungen, Lieferzeiten, Bestände, Touren. KI macht daraus Prognosen und Entscheidungsvorlagen und übernimmt die Papierarbeit.

Lagerist mit Tablet zwischen Regalen

In Einkauf und Logistik entscheiden kleine Abweichungen über viel Geld: ein zu voller Lagerplatz, eine verspätete Lieferung, ein übersehener Preisunterschied.

KI hilft an zwei Stellen. Sie erkennt Muster in Daten, die schon vorhanden sind, und sie nimmt die Dokumentenarbeit ab, die in diesen Abteilungen besonders viel Zeit frisst.

Wofür KI im Bereich Einkauf und Logistik heute taugt

Bedarfsprognosen

Aus Absatzzahlen, Saison und Aufträgen berechnet die KI, was wann gebraucht wird, und schlägt Bestellmengen vor. Zu hohe Bestände und Engpässe werden seltener.

Aufwand: mittel bis hoch

Angebote vergleichen

Mehrere Lieferantenangebote in unterschiedlichen Formaten werden ausgelesen und in einer Tabelle gegenübergestellt: Preise, Lieferzeiten, Zahlungsbedingungen, Abweichungen vom Bedarf.

Aufwand: gering

Ein Einkaufs­assistent, der Preise laufend einholt

Ein Assistent fragt bei festgelegten Lieferanten regelmäßig Preise, Verfügbarkeit, Losgrößen, Rabatte und Lieferfristen ab, per Mail oder als Sprachassistent am Telefon, und hält alles in einer Übersicht fest. Erhöht ein Lieferant den Preis, zeigt er sofort die Alternative, die liefern kann. Weil er sich alte Preise merkt, ordnet er ein: günstig für die Marktlage, oder so teuer wie zuletzt vor zwei Jahren. Ruft ein KI-Assistent an, muss er sich als solcher zu erkennen geben.

Aufwand: mittel

Lieferscheine, Frachtbriefe, Zolldokumente

Dokumente werden ausgelesen, mit Bestellung und Wareneingang abgeglichen und Abweichungen gemeldet.

Aufwand: mittel

Lieferanten beobachten

Ein Agent verfolgt Nachrichten zu wichtigen Lieferanten und Regionen und meldet Risiken wie Insolvenzen, Streiks oder Exportbeschränkungen früh.

Aufwand: mittel

Touren und Lagerplätze

Spezialisierte Systeme planen Touren unter Berücksichtigung von Zeitfenstern und Verkehr und schlagen Lagerplätze nach Umschlaghäufigkeit vor.

Aufwand: hoch, meist als Teil der Logistiksoftware

Schon umgesetzt

So sieht das in echten Projekten aus. Alle Fälle stehen auf der Zeitleiste der Anwendungsfälle.

Worauf Sie achten müssen

  • Prognosen sind nur so gut wie die Daten. Unvollständige oder unsaubere Stammdaten liefern falsche Vorschläge. Oft ist das Aufräumen der Daten der eigentliche erste Schritt.
  • Lieferantendaten sind Geschäftsgeheimnisse. Konditionen und Verträge nur in freigegebene Werkzeuge.
  • Die Entscheidung bleibt beim Einkauf. Die KI kennt keine Beziehungen, keine Absprachen am Telefon und keine strategischen Gründe für einen Lieferanten.

Ein guter erster Schritt

Nehmen Sie die nächste Ausschreibung mit mehreren Angeboten und lassen Sie die KI den Vergleich vorbereiten. Prüfen Sie das Ergebnis gegen Ihren eigenen Vergleich. Danach wissen Sie, wie viel Zeit sich sparen lässt und wie verlässlich das Auslesen ist.

Häufige Fragen

Braucht man für KI in der Logistik eine neue Software?

Nicht unbedingt. Viele Warenwirtschafts- und Logistikprogramme haben KI-Funktionen eingebaut. Für das Auslesen von Dokumenten und für Vergleiche reichen oft allgemeine Werkzeuge.